NABU kritisiert mangelnde Finanzierung des Naturschutzes in der EU und fordert einen EU-Naturschutzfonds zur Rettung der Artenvielfalt

Unter dem Titel "Das stille Sterben der Arten und das ohrenbetäubende Schweigen der Staatschefs" hat der NABU die mangelnde Reaktion der Staats- und Regierungschefs auf das dramatische Insektensterben bei der Diskussion um den künftigen EU-Haushalt kritisiert. Daran würde sich auch entscheiden, wohin sich Europas Landwirtschaft zukünftig entwickeln wird – und ob es Hoffnung auf Rettung für die Artenvielfalt in der EU gibt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat aktuell neue Schätzungen für Deutschland aus Ergebnissen des ELERBiodiv-Projektes veröffentlicht: Danach decken die verfügbaren Mittel den Finanzbedarf des Naturschutzes nicht einmal zur Hälfte ab. Jährlich werden in Deutschland mindestens 1,4 Milliarden Euro alleine zur Umsetzung des EU-Naturschutzrechts (v.a. Natura 2000) benötigt, wobei der Meeresschutz hier nicht einmal mit eingerechnet ist. Dem stehen derzeit Mittel von geschätzt rund 540 Millionen Euro gegenüber. Zusammen mit über 130 Organisationen aus ganz Europa forderte der NABU daher bei einer Aktion in Brüssel „mehr Geld für die Natur im EU-Haushalt“.

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